ETH Hönggerberg VAW
Zürich, 2012

Das Institut der Wasserbauingenieure und Glaziologen betrieb seine
Versuche jahrelang an der Gloriastrasse im Zentrum. Da die Versuchshalle
sehr viel Platz beanspruchte und gleichzeitig die Nachfrage nach
Büro- und Institutsfläche an diesem Ort immer grösser wurde, entschloss
man sich, die Versuchshalle auf den Hönggerberg zu verlegen.

Die Versuchshalle für Fluss- und Wasserlaufmodelle weist folgende
Masse auf 86 m x 27 m x 14 m (L x B x H). Der Hallenboden ist mit 2 x
1 m grosse Betonplatten belegt, welche mit Hilfe eines Vakuumsaugers
versetzt werden können. Unter diesem Hallenboden befindet sich die
Installationsebene mit einer lichten Höhe von ca. 2 m. In dieser Installationsebene sind zwei Rückführungsrinnen eingelassen, welche das
Reinwasser und das Schmutzwasser zu ihren jeweiligen Auffangbekken
führen. Die Hochtanks sind so ausgestattet, dass eine grosse
Menge (75'000 Liter) an Wasser mit stetigem, gleichen Druck auf die
verschiedene Modelle abgelassen werden kann. Für die Erstellung der Modelle sind im Nordteil verschiedene Werkstetten untergebracht. Die Metallwerkstatt und die Schreinerei liegen direkt an dem Zugang zwischen der Nordanlieferung und der Versuchshalle. Unter der HIF Erweiterung liegt ein grosses Lager mit Rohren und Schleusen, welches über die Nordanlieferung bedient wird. Im Südteil liegt ein Aussenlager mit den diversen Baumaterialien für die Modelle. Über den Werkstatträumen liegen die Arbeits- und Büroplätze der VAW Mitarbeitern und Studenten. Sitzungszimmer und Laboratorien runden das Angebot ab.

Die Fassade ergänzt das braun, metallische Ensemble der HIL und
HIF Bauten mit seinem fein eloxierten, vorgehängten Streckmetall. Die
langen Fensterbänder ergeben einen schönen Lichteinfall in der Halle
und erlauben optimales Arbeiten bei Tageslicht. Die Halle wurde als
schlichter Bau mit einfachen Kuben gestaltet. Dabei wurde das Volumen
etwa zur Hälfte ins Erdreich integriert, um den Bau zu den bestehenden
Kuben möglichst zurückhaltend einzuordnen.

© 2020 by mml architekten

ETH VAW